Hier sehen Sie "work-in-progress gameplay footage" von Mighty No. 9, jenem via Kickstarter finanzierten Projekt, das im Grunde – bis auf den Namen – ein neues Mega Man Spiel ist.
Hier sehen Sie "work-in-progress gameplay footage" von Mighty No. 9, jenem via Kickstarter finanzierten Projekt, das im Grunde – bis auf den Namen – ein neues Mega Man Spiel ist.
Was für ein eigenartiger Screenshot. Ich dachte, Infinity Runner wäre ein Spiel über Selbstüberschätzung. Menschen, maßlos wie immer, bauen ein Raumschiff, das so groß ist, dass es umkippt. Der Spielercharakter ist ein Gefangener, der aus dem Schiff entkommen muss und in First-Person-Perspektive flieht, Sicherheitssystemen und Feinden ausweicht, wobei er elegante futuristische Parkour-Manöver ausführt.
Das hört sich gut an. Ich hatte allerdings mit der Selbstüberschätzung unrecht. Die Größe des Raumschiffs ist nicht das Problem – der Werwolf ist das Problem, denn er fällt über die Crewmitglieder her, als wären sie Hundefutter. Ich hatte nicht die geringste Ahnung von der Existenz des Werwolfs, bis er seine Schnauze in den Launch Trailer steckte:
Das ist ein guter Trailer. Nicht so gut (oder verschwommen) wie der Spintires Trailer und deshalb nicht der beste des Tages, aber dennoch ein verdammt guter Trailer.
Das Video hat offensichtlich gut trainiert und es folglich schnellfüßig geschafft, fast eine Woche vor dem Verkaufsstart des Spiels zu erscheinen. Alberner überschneller Trailer! Das Spiel erscheint am 2. Juni und unterstützt Oculus Rift.
In Infinity Runner, the player controls the protagonist, the prisoner, from a first-person perspective as he is challenged to escape from the gargantuan spaceship. This is accomplished by use of techniques and movements inspired by the disciplines of parkour and mixed martial arts, the game-play conveys the players strain and physical contact with the environment whilst dealing with the constantly changing and expansive surroundings.
As well as these evasive elements there’s also combat sections in the game where a dynamic targeting system is used which calls for fast reflex combinations. The game has been described as Mirrors Edge meets Mass Effect and supports the latest virtual reality technology as well as having multi-player support which enables up to 32 people to play head to head.
Oh, und ich könnte doch Recht gehabt haben, was die Größe des Raumschiffs anbelangt. Es heißt Infinity, was schon einiges verrät, und es benötigt eine Crew von 5.000.000 und bietet Lebensraum für 1 Milliarde Menschen. Das ist ein großes Schiff und es ist sehr anfällig für die Werwölfe der Hybris.
The Last Night by Tim and Adrien Soret
Sie können The Last Niight hier online spielen
The Last Night opfert Quantität zugunsten von Qualität und bietet ein überaus gut ausgearbeitetes Mikro-Scheibchen von side-scrolling Cyberpunk in der Art von Flashback. Hier haben Sie es mit ungefähr 0,2% eines Spiels von traditioneller Größe zu tun: Der Profikiller-Protagonist schlendert auf vier Screens mit exquisiter Pixel-Animation von links nach rechts, immer auf der Suche nach der Zielperson. Die Inspiration durch Flashback wird allein schon durch das Design des Hauptcharakters deutlich, vor allem durch die Art und Weise, wie er mit beiden Händen sehr gekonnt, seine Schusswaffe bereit macht, etwas, das meines Wissens bisher in keinem anderen Spiel nachgeahmt wurde. Diese kleine Prozedur war, das mag sich seltsam anhören mein liebster Teil von Flashback, weshalb es wunderbar ist, das sie so unerwartet wieder einmal auftaucht.
Safety Blanket von Tangram Games
Sie können Safety Blanket hier herunterladen
Wie jeder, der irgendwann ein Kind war, weiß, ist die Decke (oder Steppdecke oder Daunendecke oder der Schlafsack) ein magisches Artefakt, das Geister und andere Monster abwehren kann, wenn man es über den Kopf zieht. Der Nachteil ist, dass – wie wir aus zahllosen Horrorfilmen wissen – man, wenn man die Decke auch nur ein wenig herunterzieht, um die Umgebung zu sondieren, unter Garantie sofort mit einem knurrenden oder sonst wie lärmenden Biest konfrontiert wird, das einem wirklich Böses will. Das geniale Safety Blanket funktioniert nach diesem Prinzip und überträgt Ihnen die wenig beneidenswerte Aufgabe, ein schlafendes Kind über Nacht zu beschützen, indem Sie seine exponierten Körperteile mit einer winzigen Decke bedecken. Besagte Decke bedeckt aber nie den ganzen Buben und sie knüllt sich noch dazu zusammen, wenn Sie sie herumziehen, wodurch seine anderen Körperteile den schattenhaften Monstern, die uns alle umgeben, während wir schlafen, ungeschützt ausgeliefert sind. Ihre Aufgabe besteht also darin, dafür zu sorgen, dass der Bub bis zum Morgen durchschlafen kann, was viel leichter gesagt als getan ist.
Realistic Kissing Simulator von Jimmy Andrews and Loren Schmidt
Sie können dieses Spiel hier online spielen
Es ist schade, dass echtes Küssen diesem köstlichen „two-player tonguing game“ stark ähnelt, denn müssten Sie nicht unbeholfen Ihre riesige Zunge ausstrecken und zum Mund Ihres Partners/Ihrer Partnerin hinüberführen, um sie in seinem /ihrem Schlund verschwinden zu lassen, wäre es vielleicht eine wirklich spaßige Beschäftigung. Nun ja. Realistic Kissing Simulator sollte eigentlich von einem Pärchen gespielt werden – Spieler 1 muss einige Tasten gedrückt halten, um seine vagabundierende Zunge auszustrecken, während Spieler 2 einige andere Tasten auf der anderen Seite des Keyboards gedrückt hält, um seine Zunge auszufahren. Um den Spaß noch zu erhöhen, rate ich, den Versuch zu starten, den eigenen Partner während des Spielens zu küssen, und zwar auf dieselbe Art wie die Teufel mit den Echsenzungen auf dem Bildschirm. Sollte kein Partner zur Hand sein, genügt auch Ihr eingebildeter Freund. (Ja, wir alle wissen über Ihren eingebildeten Freund Bescheid.)
Shybot von vine
Sie können Shybot hier online spielen
Mitunter bin ich in der Stimmung für ein albernes Kuss-Spiel, ein experimentelles First-Person-Wanderspiel, ein exquisites Textabenteuer – oder einen anspruchslosen auf Robotern basierenden Platformer mit der Farbpalette des Game Boy und einem Chiptune-Soundtrack, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Ich gehe davon aus, dass die meisten Wörter, die ich zur Beschreibung anderer side-scrolling Platformer verwendet habe, auch hier passen würden, aber auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Shybot ist ein mechanisch exaktes Springspiel mit einem liebenswerten Hauptcharakter, das in einer ziemlich großen Welt mit offenem Ende angesiedelt ist. Für einen dieser Sorte ist in meinem Herzen immer Platz.
Ronin von Tomasz Wacławek and Patryk Karwat
Sie können Ronin hier herunterladen
Ronin benötigt noch ein wenig Arbeit, bis es wirklich angenehm zu spielen ist – die Steuerung ist ein bisschen träge und ich blieb mehr als ein Mal an einer Tür kleben -, aber es handelt sich auch nur um eine Work-in-Progress-Version eines Spiels, das, wie ich vermute, wirklich toll sein wird, wenn es fertig ist. Es erinnert ein wenig – okay, es erinnert sehr stark an Gunpoint, denn Sie können durch Fenster springen, indem Sie mit der Maus einen Bogen zeichnen, aber es ist auch ein wenig anders, was vor allem an seinem äußerst akrobatischen Ninja-Helden liegt. Er kann Wände hochklettern, er kann Wachen still und heimlich von hinten erledigen – er kann sogar von Decken hängen und sich abseilen wie einer von diesen „Spider-Men“, von denen ich so viel höre. Wie bereits erwähnt, diese Aktionen lassen sich noch nicht wirklich flüssig ausführen, aber es ist ein unpoliertes Stück eines Spiels, mit dem man gerne ein wenig Zeit verbringt. Solange man nicht versehentlich auf eine Tür hüpft.
Wissen Sie, dass die letzten 60 Sekunden reiner Spielzeit eines NBA-Spiels insgesamt 18 Minuten dauern können, weil es ständig Time-outs und Werbeunterbrechungen gibt? Super Time Force ist irgendwie ähnlich, nur dass es großartig und nicht ärgerlich ist.
Super Time Force ist auf mehr als eine Weise eine Rückbesinnung auf die „gute alte Zeit“ der Videospiele. Seine Charaktere, sein Plot und seine Schauplätze/Levels sind Hommagen an Cartoons, Actionfilme und andere Popkulturrelikte aus den 1980-ern. Nachdem der wohlmeinende Wissenschafter Commander Repeatski die Möglichkeit er Zeitreise erfunden hat, steuern Sie eine Eliteeinheit von zeitreisenden Kriegern, die für sein radikaleres Alter Ego arbeiten.
In den Missionen, die Sie erledigen, geht es darum das Raum-Zeit-Universum für Commander Repeatski „cooler“ zu machen: Sie müssen sich zum Beispiel ins 31. Jahrhundert begeben, um ihm alle Browser-Plug-ins zu besorgen, die je gemacht wurden, damit er nie wieder upgraden oder updaten muss. Oder Sie müssen sicherstellen, dass die Dinosaurier nicht aussterben, da er meint, die Erde wäre viel toller, wenn es sie noch gäbe.
Der Ton ist durchgehen albern und STF ist bis zum Rand gefüllt mit Anspielungen auf Back to the Future, Jurassic Park, Mad Max und andere Filme aus den 1980-ern und längst vergangenen Dekaden.
Um dem Thema „Salut an die Coolness der Old-School-Spiele“ wirklich gerecht zu werden, sieht die würfelige Pixel-Grafik von STF wie etwas aus, das von einer Cartrdige für das Nintendo Entertainment System kommen könnte. Doch diese Retro-Styling wurde jedoch mit einem Gimmick neuer Schule aufgepeppt, und zwar einer Mechanik, die es ermöglicht, die Zeit zurückzudrehen und so mit seinem früheren Selbst als Partner gemeinsam zu kämpfen. So etwas wäre 1986 nicht möglich gewesen. Sie werfen sich selbst in der Zeit zurück.
Diese Mechanik wird Time Out genannt. Ihnen stehen 30 Time Outs pro Level zur Verfügung und können die Zeit zu den Momenten vor Ihrem Tod zurückspulen und neue Teamkameraden zu Hilfe rufen, um das zu besiegen, was Sie das Leben kostete. Sobald Sie zurückspulen, können Sie die Spezialattacken des Time Forcer (Zeitbezwinger) nützen, den Sie gerade kontrollieren, und dazu noch diejenigen Ihrer jetzt toten Teamkameraden. Wenn Sie die Ereignisse so verändern, dass Ihr Selbst aus der Vergangenheit nicht stirbt, können Sie seinen Geist absorbieren, der dann als zusätzlicher Schutz dient und Angriffe absorbiert, die Sie sonst töten würden.
Super Time Force ist ganz augenscheinlich von Konamis klassischem 2D-Shooter Contra, u beeinflusst, was nicht zuletzt auch im masochistischen Schwierigkeitsgrad zum Ausdruck kommt. Es ist eine Ein-Treffer-tötet-Angelegenheit, mit vielen, vielen Feinden, die nur darauf warten, Sie zu erledigen. Ja, es gibt Standardgegner, die auf Sie schießen. Es gibt daneben auch kleinere, schnellere Angreifer, stärkere Typen mit schweren Waffen, Bedrohungen durch die Umwelt und sogar Amok laufende Schweine. Das Spiel gewährt den Spielern zwischen 60 und 120 Sekunden, um alle Feinde in einem Level zu töten – gelegentlich zu bestehende Bosskämpfe inklusive. Und selbst mit Pick-ups, die die Zeit verlängern oder verlangsamen, ist das zu wenig Zeit, sofern Sie kein Elite-Speedrunner sind.
In STF stehen Sie immer unter Zeitdruck, wodurch ein ohnehin schon sehr herausforderndes Spiel noch herausfordernder wird. Der Schlüssel zum Erfolg in STF besteht in der Erkenntnis, dass Sie nur sehr selten einen Level in einem Versuch erfolgreich bewältigen werden. Die Time Outs und Geister-Versionen des Spielers fungieren im Grunde als gestaffelte Sets von Leben. Sie müssen von der Time-Out-Mechanik großzügig Gebrauch machen, um im Prinzip eine Armee aus aus der Zeit eingesammelten Versionen Ihrer Selbst aufzubauen, um sich schließlich erfolgreich durch einen Level zu ballern.
Manchmal drehte ich die Zeit bis ganz zum Start eines Levels zurück und ließ mein neuestes Selbst ältere Versionen vor den Dingen bewahren, die mich bereits getötet hatten. Ja, das ist Zeitparadox-Kopfwehmaterial der Güteklasse A. Denken Sie nicht zu viel darüber nach.
Super Time Force wirkt taktisch und technisch viel beeindruckender als es auf den ersten Blick erscheint. Ich bemerkte nur sehr selten Momente, in denen es zu Verlangsamungen kam, als ich zurückspulte und vorherige Aktionen übereinanderstapelte. Als Resultat der Möglichkeit, mit sich selbst ein Team zu bilden, eröffnen sich clevere kleine Mikrostrategien.
In einem Level spielte ich die letzten 10 Sekunden eines Mini-Boss-Kampfes nicht weniger als 15 Mal durch, wobei ich den Bildschirm genau beobachtete und stets neue Möglichkeiten entdeckte, die Angriffsmuster des Bosses zu meinem Vorteil auszunützen. Irgendwann ging mir auf, dass ich zum Beispiel Jean Rambois' Superattacke nützen kann, um den ganzen Bildschirm mit Tod zu übersäen, um dann die Zeit zurückzudrehen und Jef Leppards durchschlagsstärkere Bazooka zu benützen, um stärkere Feinde zu erledigen.
Die Zeit zu manipulieren, ist in Videospielen nichts Neues mehr, aber die Art und Weise, wie STF dieses Gimmick einsetzt, wirkt frisch und clever. Einen Abschnitt des Spiels immer und immer wieder zurückzuspulen und nochmals zu spielen, kreiert hektische Ebenen von Action.
Es ist chaotisch, aber schön.
STF wirkt ein wenig wie ein Meta-Kommentar zum Speedrunning und der Spannung zwischen nicht perfektem Code und improvisatorischer Eingabe, die diese Art des Spielens antreibt. Wenn Sie besessen immer und immer wieder das durchspielen, was Sie schon zuvor durchspielten, können Sie leuchtende Belohnungen verdienen, die die Form von Momenten überraschender Kraft und Macht haben.
Nennen Sie mich prätentiös, doch mir die Wiederholungen von 10, 20, 30 Versionen meiner Aktionen auf einem Bildschirm anzusehen, erinnerte mich daran, wie die Farbspritzer auf einer Jackson-Pollock-Leinwand, die zu einer größeren Schönheit zusammenfließen. Brutal und verrückt und lustig und obszön und wohldurchdacht zugleich. Nun spulen Sie das zurück.
PRO: Frenetische Side-scrolling-Action; hervorragende Zeitmanipulationsmechanik; Schnellfeuerstrom von Witzen und lustigen Szenen.
CONTRA: Einige Charaktere sind viel nützlicher als andere; mitunter so hektisch, dass es in Stress ausartet.
Abschließende Bewertung
Spiel: 8,5
Spaßfaktor: 8,25
Die meisten, die Rampage gespielt haben, haben es wahrscheinlich genossen, in die Rolle des Kaiju zu schlüpfen und Städte zu zerstören und Armeen zu vernichten, um... Dinge... zu verspeisen... oder was auch immer. Aber was wäre, wenn Rampage ein bisschen mehr Strategielemente böte?
Auftritt Kaiju a Gogo, ein in Entwicklung befindliches Spiel von Kerberos Productions. Das Spiel lässt Sie in die Rolle eines von mehreren verrückten Wissenschaftern schlüpfen, die ihren eigenen monströsen Kaiju bauen, um, wie nicht anders zu erwarten, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Um zu gewinnen, müssen Sie etliche Städte zerstören und zwischen den Angriffen Ihr Monster mit einer Reihe einzigartiger Fähigkeiten verbessern.
Kerberos' Christopher Stewart erklärt das Ganze wie folgt: "Imagine XCOM if you were attacking the world with giant monsters instead of protecting it from aliens from outer space."
Hört sich sehr unterhaltsam an. Für das Spiel wird derzeit Geld auf Kickstarter, gesammelt. Es soll im Herbst erscheinen. Und so wird dafür geworben:
Insomniacs Open-World-Actionspiel Sunset Overdrive, das exklusiv für die Xbox One entwickelt wird, sorgt für reichlich positive Aufregung. Nun können wir uns diesen Titel in Aktion ansehen – und verspricht wirklich großen Spielspaß.
Im Grund ist es eine Mischung aus Dead Rising, Infamous und Ratchet & Clank. Ja, das bedeutet, dass es Opfer einiger der Probleme werden könnte, unter denen diese Spiele leiden – spammige Feinde, unpräzise Steuerung, frustrierende Bosse -, aber hey, auf den ersten Blick bin ich beeindruckt.
Sehen Sie selbst:
Wenn man Goat Simulator nur oberflächlich betrachtet, scheint es nur darum zu gehen, als Ziegenbock Dinge zu zerstören und Chaos zu verursachen. Doch den Entwicklern zufolge hat es weit mehr Tiefgang.
For everyone thinking there is no story in Goat Simulator, read this. BAM, MIND = BLOWN pic.twitter.com/bp8DPtRquc
— Armin Ibrisagic (@Arminposts) 6. Mai 2014 (Ibrisagic ist ein Entwickler bei Coffee Stain Studios, den Leuten, denen wir Goat Simulator verdanken, falls Sie neugierig sind.)
Nun ja. Das ist... überraschend tiefschürfend für so ein albernes Spiel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nur ein weiterer Scherz ist – aber es ist trotzdem eine tolle Antwort. Wirklich umwerfend.
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