Kardeş siteler:  

ModaTizi

Moda
Kardeş siteler:  

ModaTizi

Moda
folk etiketine sahip kayıtlar gösteriliyor. Tüm kayıtları göster
folk etiketine sahip kayıtlar gösteriliyor. Tüm kayıtları göster

Martin Green: Crows' Bones (Albumkritik)

 

Ein gruselig originelles Folk-Konzeptalbum

Martin-Green-Crows-Bones--01

Martin Green: Crows' Bones (Reveal/Proper)

starslarge_4

Der Tod und das Übernatürliche haben in traditionellen Songs immer eine wichtige Rolle gespielt, doch dies ist mit Sicherheit das am erfolgreichsten trostlose und beunruhigende Konzeptalbum über Geister und das Leben nach dem Tod bisher. Das Projekt begann als eine von Opera North in Auftag gegebene Bühnenshow, in der Martin Green, der Akkordeonspieler von Lau, mit Becky Unthank von The Unthanks sowie der von den Shetland Inseln stammenden Sängerin Inge Thomson und Niklas Roswall, einem Meister der uralten und außerirdisch klingenden schwedischen Fiedel, der Nyckelharpa, gemeinsam auftrat. Dann beteiligte sich Adrian Utley von Portishead als Co-Produzent an den Aufnahmen für das Album und verstärkte noch das Gefühl des Unbehagens, das aufkommt, wenn zwei weibliche Stimmen auf beunruhigende Klanggemälde treffen. Die Songs reichen vom Traditional „Lyke Wake Dirge“, einer schlichten Moralität über die Reise der Seele nach dem Tod, bis hin zu Becky Unthanks eisige und wohlüberlegte Bearbeitung von Sean Cooneys Story One December Morn, die während des Ersten Weltkriegs spielt. Gruselig und originell.

MP3-Download

Oyna!

Gruff Rhys: American Interior (Albumkritik)

 

Gruff-Rhys-01

Gruff Rhys: American Interior (Turnstile)

starslarge_5

Das vierte Soloalbum des früheren Super Furry Animal Gruff Rhys ist von John Evans, inspiriert, jenem Entdeckungsreisenden des 18. Jahrhunderts, der den Missouri (Fluss) kartographierte, während er vergeblich nach einem verschollenen amerikanischen Stamm suchte, der Walisisch spricht. Zusätzlich zu diesem Konzeptalbum über Evans hat Rhys einen Dokumentarfilm über seine Tournee im Jahr 2012 gemacht (Gigs, die eine PowerPoint-Präsentation über Evans beinhalteten); dazu gibt es noch ein Buch – tut mir leid, einen "psychedelic historical travelogue" – und für alle, die es ein wenig interaktiver mögen, eine App. Doch dieses umfangreiche Multimedia-Projekt hat Rhys nicht davon abgehalten, ein Album voller Geist, Originalität und unvergesslicher Melodien zu kreieren, das vom rumpelnden Rockabilly „100 Unread Messages“ über „Lost Tribes“ mit seiner Hommage an „Bette Davis' Eyes“ bis hin zum hypnotischen Titelsong voll und ganz überzeugt. American Interior beschäftigt sich mit Mythos und Abenteuer, der Bedeutung des Versagens, der nationalen und Rhys' eigener Identität (er glaubt, dass Evans ein entfernter Verwandter war). Doch die Songs wurden nicht gewaltsam in das Evans-Konzept gepresst, sondern können ungehindert ihre ganze Schönheit und Wirkung entfalten, weshalb auch jeder für sich Bestand hat und voll überzeugt.

MP3-Download

Oyna!